Wirtschaft und Soziales auf win-win-Kurs.
Bürgerschaftliches Engagement für gemeinnützige Einrichtungen, Projekte und Initiativen ist aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken – und braucht gerade deshalb auch die Unterstützung von Unternehmen. Allzu oft aber scheitert die grundsätzliche Absicht und der gute Wille vieler Unternehmer, sich in dieser Richtung zu engagieren, ganz einfach an der Schnelllebigkeit und Komplexität des Alltags und des Tagesgeschäfts: Es fehlen schlichtweg Zeit, Informationen und „Gelegenheiten“ in Form „selbstverständlicher“ Kontaktmöglichkeiten.
Vielfach führen auch – nicht zuletzt als Folge dieses Mangels an Kontakt und Dialog – wechselseitige, unterschwellige Vorurteile undVorbehalte zwischen „Wirtschaft“ auf der einen und „Sozialem“ auf der anderen Seite dazu, dass unverkrampfte und daher fruchtbare, „erfolgreiche“ Partnerschaften gar nicht erst entstehen.
Dabei hat sich vielerorts längst herumgesprochen, dass es durchaus auf beiden Seiten Interessen und Potenziale gibt, aus deren Verknüpfung im besten Sinne „win-win-Situationen“ resultieren können. Lernt man sich nämlich erst einmal kennen, stellt sich schnell heraus, dass es auch in sozialen Projekten um Effizienz, Kreativität und Innovation geht – und in Unternehmen um soziale Kompetenz, gesellschaftliche Verantwortung und nicht zuletzt um Imageförderung und hohe Motivations- bzw. Identifikationseffekte im Unternehmen durch soziales Engagement.
Börsenregel Nummer eins: Geld ist Tabu.
Die Idee der Steinfurter Börse ist so einfach wie effektiv: Als Kontaktplattform bringt diese Veranstaltung Anbieter und Nachfrager ehrenamtlicher, freiwilliger Leistungen in nur zwei Stunden gezielt zusammen. Unternehmen, Handwerksbetriebe oder Dienstleister, die sich unentgeltlich bürgerschaftlich engagieren möchten, treffen auf gemeinnützige Institutionen wie Kindergärten, Jugendzentren, soziale oder kulturelle Einrichtungen, die Unterstützung bei bestimmten Aufgaben benötigen. Hier werden also nicht im eigentlichen Sinn Waren gehandelt, sondern Partnerschaften aufgebaut, konkrete Projekte verabredet und Ideen gemeinsam verwirklicht. Die Frage nach Geld ist dabei übrigens ganz bewusst Tabu.
Mehr als Wertpapiere: die „Matches“.
Ziel der Steinfurter Börse ist es, die Unternehmen und die gemeinnützigen Einrichtungen in informeller Weise und in dynamischer Atmosphäre zusammen zu bringen, um Engagementbedarf und Engagementangebot passgenau zu „matchen“. Neben punktuellen Kooperationen sollen so auch langfristige Partnerschaften heranwachsen. Diese werden in Form von Kontrakten, den „Matches“, fixiert und von beiden Seiten unterzeichnet.
„Match“-Beispiele:
Diese Beispiele sind übrigens keine Annahmen, Wünsche oder Erfindungen. Sie sind tatsächlich als „Matches“ auf der Steinfurter Börse abgeschlossen worden.

Am Markt 2 – 4
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