Der Paritätische Wohlfahrtsverband - Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt

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Steinfurter Börse

Marktplatz für Gemeinwohl und Wirtschaft


Was in den Niederlanden einmal mit dem „beursvloer“ begann, ist inzwischen auch hierzulande in vielen Städten und Regionen zum Erfolgsmodell geworden. Ob „Düsseldorf gewinnt“ in der Landeshauptstadt, „Ruhrdax“ im Revier oder „Gute Geschäfte“ in Köln: Es geht um eine neue Idee, die durch ihre Spontaneität, ihre Event-Qualitäten und ihre Unkompliziertheit, aber eben auch durch ihre „zählbaren Ergebnisse“ überzeugt.

Wirtschaft und Soziales auf win-win-Kurs.

Bürgerschaftliches Engagement für gemeinnützige Einrichtungen, Projekte und Initiativen ist aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken – und braucht gerade deshalb auch die Unterstützung von Unternehmen. Allzu oft aber scheitert die grundsätzliche Absicht und der gute Wille vieler Unternehmer, sich in dieser Richtung zu engagieren, ganz einfach an der Schnelllebigkeit und Komplexität des Alltags und des Tagesgeschäfts: Es fehlen schlichtweg Zeit, Informationen und „Gelegenheiten“ in Form „selbstverständlicher“ Kontaktmöglichkeiten.

Vielfach führen auch – nicht zuletzt als Folge dieses Mangels an Kontakt und Dialog – wechselseitige, unterschwellige Vorurteile undVorbehalte zwischen „Wirtschaft“ auf der einen und „Sozialem“ auf der anderen Seite dazu, dass unverkrampfte und daher fruchtbare, „erfolgreiche“ Partnerschaften gar nicht erst entstehen.

Dabei hat sich vielerorts längst herumgesprochen, dass es durchaus auf beiden Seiten Interessen und Potenziale gibt, aus deren Verknüpfung im besten Sinne „win-win-Situationen“ resultieren können. Lernt man sich nämlich erst einmal kennen, stellt sich schnell heraus, dass es auch in sozialen Projekten um Effizienz, Kreativität und Innovation geht – und in Unternehmen um soziale Kompetenz, gesellschaftliche Verantwortung und nicht zuletzt um Imageförderung und hohe Motivations- bzw. Identifikationseffekte im Unternehmen durch soziales Engagement.

Börsenregel Nummer eins: Geld ist Tabu.

Die Idee der Steinfurter Börse ist so einfach wie effektiv: Als Kontaktplattform bringt diese Veranstaltung Anbieter und Nachfrager ehrenamtlicher, freiwilliger Leistungen in nur zwei Stunden gezielt zusammen. Unternehmen, Handwerksbetriebe oder Dienstleister, die sich unentgeltlich bürgerschaftlich engagieren möchten, treffen auf gemeinnützige Institutionen wie Kindergärten, Jugendzentren, soziale oder kulturelle Einrichtungen, die Unterstützung bei bestimmten Aufgaben benötigen. Hier werden also nicht im eigentlichen Sinn Waren gehandelt, sondern Partnerschaften aufgebaut, konkrete Projekte verabredet und Ideen gemeinsam verwirklicht. Die Frage nach Geld ist dabei übrigens ganz bewusst Tabu.

Mehr als Wertpapiere: die „Matches“.

Ziel der Steinfurter Börse ist es, die Unternehmen und die gemeinnützigen Einrichtungen in informeller Weise und in dynamischer Atmosphäre zusammen zu bringen, um Engagementbedarf und Engagementangebot passgenau zu „matchen“. Neben punktuellen Kooperationen sollen so auch langfristige Partnerschaften heranwachsen. Diese werden in Form von Kontrakten, den „Matches“, fixiert und von beiden Seiten unterzeichnet.

„Match“-Beispiele:

  • Ein Medienstudio erstellt für mehrere Organisationen
    professionelle Internetauftritte. Das Ergebnis wird in der
    örtlichen Presse veröffentlicht und das Logo des Medienstudios wird werbewirksam auf den Homepages platziert
  • Ein Tanzsportclub bietet einer Selbsthilfegruppe einen
    Schnupperkurs im Rollstuhltanz. Das Ergebnis wird in der
    örtlichen Presse veröffentlich
  • Ein Handwerksbetrieb hilft einer Lebenshilfe - Organisation
    bei der Neugestaltung und Renovierung eines integrativen
    Spielgruppenraums und stellt einer Kindertageseinrichtung
    Farben für die Gestaltung eines Bauwagens
    zur Verfügung
  • Eine Ortsgruppe des DRK bekommt von einer Rehatechnik
    GmbH einen Patientenlifter zur Verfügung gestellt
    Es fand ein Pressetermin statt. Ein Artikel mit dem Photo
    der Übergabe des Patientenlifters wurde veröffentlicht

Diese Beispiele sind übrigens keine Annahmen, Wünsche oder Erfindungen. Sie sind tatsächlich als „Matches“ auf der Steinfurter Börse  abgeschlossen worden.

Warum ist bürgerschaftliches Engagement gerade in unserer heutigen Zeit so wichtig?

Angesichts der vielen Reformen und des demografischen Wandels wird die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung im wirtschaftlichen und sozialen Bereich zusehends wichtiger. Viele Unternehmer erkennen dies schon und verstehen ihr bürgerschaftliches Engagement als Teil des ökonomischen Handels. Zum Nutzen des Menschen, zum Nutzen des Unternehmens, zum Nutzen des Standortes.

Was nutzt bürgerschaftliches Engagement? Win-win-Situationen für alle Beteiligten

Lebenslanges Lernen heißt auch voneinander lernen. Im täglichen Leben gibt es selten Schnittstellen zwischen Unternehmen und sozialen und kulturellen Institutionen. Durch ein Miteinander können aber beide voneinander profitieren.
Unternehmen zeigen gesellschaftliche Verantwortung. Dies hat positive Effekte auf ihr Image. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter sozial engagierter Unternehmen motivierter und identifizieren sich mehr mit ihrem Arbeitgeber.
Soziale und kulturelle Institutionen lernen häufig von den Unternehmen, was die Planung und Umsetzung bestimmter Aufgaben und Prozesse betrifft.

Schaffung vieler Matches

Ziel der Steinfurter Börse ist es, zwischen diesen beiden Gruppen möglichst viele Matches herzustellen.
Waren im eigentlichen Sinne werden also nicht gehandelt. Vielmehr werden Partnerschaften aufgebaut, konkrete Projekte verabredet und Ideen gemeinsam verwirklicht. Die Frage nach Geld ist dabei ein bewusstes Tabu.


Weitere Informationen:


Am Markt 2 – 4

48282 Emsdetten

Email:info@steinfurterboerse.de

Tel: (0 25 72) 9 60 16 84

Fax: (0 25 72) 9 60 16 85

www.netzwerkselbsthilfeundehrenamt.de




Letzte Änderung: 03.05.2010 10:24